Informationen über das Saatgut
 
So vielfältig die Natur selber ist, so unterschiedlich verhalten sich auch die Samenkörner in ihrer Keimruhe, der Keimfähigkeit und der Zeitdauer, in der die Samen keimen.
 
Einige Samenarten keimen gleich, sobald sie Kontakt zum feuchten Boden haben, andere brauchen den Klimawechsel eines Jahres, ehe der Keimprozess einsetzt.
Die Fähigkeit zum Keimen verlieren die Samen einiger Pflanzenarten schon nach kurzer Zeit, andere bleiben bei entsprechend optimaler Lagerung bis zu 200 Jahre keimfähig.
 
Einige Samenarten brauchen die Einwirkung des Frostes ( als Kälteschock im Kühlhaus  nachzuvollziehen ), um voll zu keimen. Für die Praxis in der Regel jedoch nicht verwendbar.
 
Hier nun kurz von einer simplen Methode,  die auch für etwas größere Samenmengen praktikabel ist, dem " Ankochen " des Saatgutes.
Aus verschiedenen Veröffentlichungen ist wohlbekannt, dass sich Grassamen dadurch vorkeimen  lassen, dass man sie längere Zeit in warmes Wasser von etwa plus 30°C bis 50°C eintaucht und anschließend nachspült. So behandelt, zeigt z.B. die Wiesenrispe schon nach zwei Tagen die ersten Triebspitzen.
Die Tauchzeit lässt sich abkürzen, je wärmer das Wasser ist. Es muss nur darauf geachtet werden, dass das Kochwasser öfters erneuert wird. Der Sinn dieser Methode: warmes und kaltes Wasser lösen die im Keim umhüllenden und sichernden Säuren und Deckhäute, dringt bis ins Innere des Samens und löst den Keimvorgang sogleich aus.